Was ist das „Politische“ an Kommunikation?

Der Versuch einer Antwort:

Grundlegend für die Beobachten des Politischen in Kommunikationsprozessen moderner Gesellschaften ist die Beobachtung ihrer Gesellschaft in der (in verschiedenen „Arenen“) Macht verhandelt wird. Da Gesellschaft nicht direkt beobachtbar ist, müssen ihre medial erzeugten Abbilder in verschiedenen „Kommunikationskanälen“ betrachtet werden. Verschiedene Themen werden in verschiedenen Medien präsentiert, die sich wiederum durch unterschiedlich eingreifen könnende Akteure (bezogen auf den jeweiligen Grad der Einflussmöglichkeiten des Rezipienten – von der gedruckten Zeitung bis zum Twitter Chat mit Politikern) ihre individuellen Öffentlichkeiten ausbilden. Von wöchentlich abgedruckten Leserbriefen bis zu sekundenschnellen Dialogen im Internet. Die erzeugten Öffentlichkeiten bilden eigene (oft technisch gegebene) Regeln aus, nach denen sie sich ausrichten.

Nach der Beschreibung ihrer „Öffentlichkeiten“, in denen sich Meinungen bilden und Debatten geführt werden, stellt sich die Frage: wie weit diese Gesellschaft politisch „gesteuert“ werden kann, bzw. gesteuert werden müsste. Diese Perspektive geht über die üblicher Medienwirkungsforschung hinaus.

Damit beobachtet politische Kommunikation im Allgemeinen Prozesse und Verfahren, die zu verbindlichen gemeinschaftlichen Entscheidungen führen. Kommunikation umfasst alle Formen von sozialen Handlungen sowie deren Beobachtung und Vermittlung über Verbreitungs- und Kommunikationsmedien. Festzustellen ist dabei, dass „die Politik“ sich immer mehr ihre eigene Öffentlichkeit/Aufmerksamkeit schaffen muss, in der wiederum debattiert wird – siehe Twitter und Facebook follower,etc .

Politische Kommunikation umfasst damit immer auch Aspekte von (massenmedialer) Kommunikation, die zu kollektiv bindenden Entscheidungen führen. Entscheidungen „entstehen“ dabei häufig anders, als sie final dargestellt werden. Diese Unterschiede in Ihrer Darstellung und Wahrnehmung werden erst durch die Beobachtung von Akteuren die ihre Beobachtungen mitteilen als solche erkennbar.

Faktisch ist für die politische Kommunikation dann folgende Kernfrage interessant: Wann findet die Wahlentscheidung (in welcher medialen Öffentlichkeit) eines Wählers eigentlich statt? Wann entscheiden sich Positionen? Haben Parteien Einfluss auf diese Positionen? Wie begründen sich Entscheidung, wenn überhaupt begründet wird?

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