#polKomm macht der User

Früher hatten viele politisch Interessierte in Deutschland einen festen Termin. 20Uhr ARD – Tagesschau. Eine feste Institution, die nach fester Agenda das Publikum „politisch“ informierte. Die Rollen waren klar verteilt…

Mit der Befreiung des Fernsehkonsumenten durch das Internet änderte sich diese Zuordnung. Zu viele Kanäle mit mehr oder weniger politischen Inhalten, Mediennutzer die unterschiedlich auf die neuen Formen der politischen Inhalte reagierten. Umfragen zeigen, dass viele Netzwerke, wie Facebook, trotz ihrer wichtigen politischen Funktion beim Umsturz diktatorischer Regime sehr häufig „unpolitisch“ genutzt werden. Man sucht nur nach Freunden und eigenen Hobbies… . Die Masse an politischen Inhalten steht damit hinter einem „Schleier der Unwissenheit“ wenn der Mediennutzer diese politischen Inhalte nicht für sich erschließt und sie auch als politische Kommunikation begreift.

Technische Eingriffe in politische Meinungsbildung

Neben der Verantwortung des Nutzers sich politisch auf dem Laufenden zu halten, läuft jeder Internetnutzer Gefahr durch technische Programme und Algorithmen beeinflusst zu werden. Neben Google Werbeanzeigen und Homepages, die laufend suchmaschinenoptimiert werden, um in vordere Plätze zu kommen, sind auch Robots in sozialen Netzwerken, wie Twitter oder Facebook, aktiv. Diese erzeugen „Identitäten“ und twittern nur selten zu zuvor vorgegebenen Interessen und Neigungen. Dabei wird nicht, wie von SPAM bekannt, eine Nachricht sehr breit gestreut, sondern diese Robots ahmen das Verhalten üblicher User nach. Sie sind damit wesentlich schwerer zu identifizieren, ihr Einfluss auf „menschliche“ Nutzer der Informationsdienste kann nur schwer eingeschätz werden.

Was bleibt und wo steht der „politische Internetnutzer“?

Viele Freizeit- und Unterhaltungsangebote locken die im Internet und konkurrieren so mit politischen Inhalten konkurrieren müssen. Ganz sicher ist mit dem Internet die Komplexität und Vernetzung politischer Inhalte gestiegen. Die freie Eingabe von Informationen ermöglicht verschiedenen Interessengruppen ihre Inhalte einzustellen und die der „gegnerischen“ Parteien zu bekämpfen.  Neben dem pluralistischen Meinungsbild bieten technische „menschenähnliche“ Programme weitere Schwierigkeiten, politische Inhalte, die von Menschen eingestellt wurden, im weltweiten Netzwerk zu identifizieren. Damit wird politische Bildung im ersten Schritt zu Bildung über moderne Medien, wie dem Internet und mobilen Dienstleistungen. Wenn dieser erste Schritt zu den technischen Bedingungen vermittelt wurde, ist auch die kritische Auseinandersetzung mit den Ergebnissen der eigenen Internetrecherche.

http://www.zeit.de/digital/internet/2013-05/twitter-social-bots
http://www.merkur-online.de/lokales/freising/freising/nutzen-politiker-facebook-2954898.html

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