Reichweite und politische Kommunikation. Kann das gelingen?

Politische Kommunikation ist heute ohne soziale Medien kaum denkbar. Wie weit die Wirkung beim Wähler geht ist jedoch immer wieder in der Diskussion.

Eine neue Studie zur Twitter-Nutzung von Politikern zeigt, dass die Wirkung tendentiell überschätzt wird. Nimmt man Skandal-Tweets aus, die es aus dem rechtspopulistischen Milieu oft ungefiltert in die Fernsehmedien schaffen, ist die Nachfrage nach politischen Tweets offensichtlich im deutschsprachigen Internet nicht besonders hoch.

Ein Tweet im großen Internet

Dass es sie gibt ist für die demokratische Willensbildung sicher trotzdem gut. Allerdings wird die Diffussion von Twitter-Themen gerade verglichen mit Facebook, Instagram oder Snapchat oft unterstätzt. Dass diese politischen Tweets oft auch nicht die TOP-Suchergebnisse bei Google schaffen ist ein weiteres Problem. Oft muss der interessante Tweet erst in einen Medienartikel eingearbeitet werden um außerhalb der Twitter-Welt wahrgenommen werden zu können. Das kann Frustration erzeugen…

Und was ist mit Facebook?

Wer nun nach Facebook oder Google+ schreit wird zumindest beim blauen Social-Media-Netzwerk schnell sehen, wie wenig einzelne Tweets (im schlimmsten Fall nur über das Profil an einen beschränkten Freundeskreis) erreichen. Hier lautet das klare Signal: „Wer auffallen will, nutzt eine Fanpage und postet öffentlich zu Zeiten in der die Zielgruppe Facebook nutzt.“ Doch auch dann ist es sehr schwer ohne Facebook-Werbung die eigene Zielgruppe zu erweitern. Natürlich helfen professionelle Fotos. Reinen Text wertet der Facebook-Algorithmus derart ab, dass es ohne Bilder oder Videos kaum noch geht.

Lieber Rot statt Blau?

Außerhalb von Facebook müssen die Inhalte wieder neu hochgeladen werden. Gerade die Verknüpfung von Facebook-Seiten und G+-Profil sowie G+Seite lässt sich zur Zeit kaum gut zusammenfassen. Auch wenn Google+ nur in Teilen ein aktives Netzwerk ist lohnt es sich auch hier alle Inhalte einzustellen, die etwa auf der Facebook Fanpage erscheinen. Warum? Google+ Beiträge lassen sich sehr gut für Suchmaschinen optimieren und bringen so eine sehr gute kostenlose Reichweite. Bei Google+ kann man schon den Schritt machen, der bei Twitter sonst externen Online-Journalisten obliegt. Daher kann der G+-Post mehr bringen als man denkt. Vielleicht eine Hoffnung für Beiträge, die in anderen Bereichen nicht erfolgreich sind. Wichtig erscheint die Suchmaschine Google in den Blick zu nehmen, nicht die jeweiligen einzelnen Netzwerke. Nur der, der auch gefunden werden kann, kann seine Botschaft vermitteln. Wo die eigenen Freunde Beiträge teilen ist für erfolgreiche politische Kommunikation nicht entscheidend. Es geht darum neue Zielgruppen anzusprechen.

Links:

Neue Studie: „Chancen der politischen Kommunikation über Twitter werden überschätzt“

http://www.politik-kommunikation.de/ressorts/artikel/so-nutzt-man-facebook-fuer-politische-kommunikation-503365169

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